Portrait
Als quasi eingeborener Oberallgäuer (aufgewachsen in Bolsterlang), wuchs er in unmittelbarer Nähe der Berge auf, die direkt vor seiner Haustüre lagen. Sein Freiheitsdrang, seine Vorliebe für die Natur und für alles was draußen stattfand, machten ihm das Leben während der Schulzeit oft nicht gerade leicht. Was ihn viel mehr beschäftigte als aller Lernstoff war die hohe Kunst des Fliegens, der er sich in diversen Experimenten – wie einem Sprung mit dem Regenschirm vom Garagendach oder mit einem Gleitschirm Marke Eigenbau – anzunähern versuchte. Trotz allem überlebte er erstaunlicherweise 12 Jahre Schulzeit, bis er in die Freiheit entlassen wurde. Schon als 10-jähriger hatte Michael seine Begeisterung für Ausdauersportarten entdeckt, was dazu führte, dass er sechs Jahre als Ski-Langläufer aktiv war und unzählige Wettbewerbe bestritt. Diese Karriere endete abrupt, als er im Alter von 15 Jahren einen ebenso alten Drachen in die Finger bekam und sich im Selbstversuch Drachenfliegen beibringen wollte. Diesem Vorhaben wurde jedoch vorerst ein schmerzhaftes Ende gesetzt, als ein alter Schuppen ungefragt in die Flugbahn sprang. Als der Arm wieder heile war und Michael – nun doch vom Sinn einer Flugschule überzeugt – im Westallgäu gelernt hatte, wie es richtig funktioniert, nahm er schon ein Jahr an der Junior-Challenge teil. Er rutschte auf Anhieb weiter in die Deutsche Drachen-Liga, an der er in den folgenden vier Jahren teilnahm. Die Junior-Challenge konnte Michael die nächsten zwei Jahre für sich entscheiden.
Als sein Schulfreund Florian einen alten Gleitschirm anschleppte, wollte natürlich auch diese Art der fliegenden Fortbewegung sofort ausprobiert werden. Diesmal klappte es auch mit der autodidaktischen Methode: einen Tag lang wurde unermüdlich von früh bis spät jeder Hügel um Obermaiselstein erklommen, und wenn dann die Beine schmerzten war es egal, denn man konnte ja fliegen... Den Feinschliff bekam Michael dann ganz offiziell bei Peter Geg in der Oase Flugschule direkt vor seiner Haustüre. Dort fing er auch schon bald darauf als Fluglehrer zu arbeiten an.
In seiner Drachenliga-Zeit lernte er Felix kennen. Es verband sie nicht nur das Drachenfliegen, sondern auch die Abneigung gegen allzu verbissene Wettbewerbsfliegerei und zu ehrgeizige Kollegen. 2001 gründete Felix das Flugsportteam Blue-Project. Gemeinsam unternahmen sie daraufhin einige teilweise recht abenteuerliche Reisen in die eher abgelegenen Flugwinkel dieser Erde, um dies fotografisch und in Reiseberichten festzuhalten (mehr dazu unter www.blue-project.de).
Nachdem er 2004 an den Para Bavaria (eine Art X-Alps im Miniatur-Format) teilgenommen und zusammen mit Klaus Eberle auch gewonnen hatte, stolperte er über den Bewerbungsbogen der X-Alps 2005. Da ihn diese Art des Wettbewerbes und die Route faszinierten, bewarb er sich spaßeshalber und war leicht geschockt, als er tatsächlich teilnehmen durfte. Mit seinem Supporter Florian schlug er sich aber mehr als achtbar und beendete das Rennen für viele überraschend auf dem fünften Platz.
Im Moment laufen, wie immer vor so einem Wettbewerb die Vorbereitungen auf Hochtouren. Fit werden, Fliegen gehen und vor allem alle Ausrüstungsteile zusammenfinden.
Florian Schellheimer
Als Supporter, ist schon wie bei den X Alps 05 Florian Schellheimer mit am Start. Die beiden kennen sich bereits seit der ersten Klasse und haben 12 Jahre zusammen die Schulbank gedrückt und sich gegenseitig in „wilden Plänen“ überboten... Nicht immer zur Freude der anwesenden Lehrer!
Sie kennen sich also bestens und haben auch schon die Erfahrung den Wettbewerb erfolgreich zusammen durchgestanden zu haben. Florian ist der perfekte Mann für alles „Drumherum“, wenn man ihm irgendein unbekanntes Ding in die Hand drückt, gibt er nicht vorher auf, bevor er es verstanden hat, außerdem kann er während er filmt, gleichzeitig noch telefonieren und Michael den Weg zeigen!













