X-Alps

30 Athleten aus der ganzen Welt kämpfen sich bei Tag und Nacht quer über die Alpen. Sie werden dabei von den modernsten Medientechnologien begleitet, die für drei Wochen Millionen von Zuschauern live am Geschehen teilhaben lassen.

Die Organisatoren haben für Red Bull X-Alps 2009 eine neue Streckenführung bekannt gegeben: erstmals wird das außergewöhnliche Rennen in Salzburg, Österreich, starten.

Auf gerader Linie werden die Athleten sich 818 km lang über vorgegebene Etappenziele in Österreich, Deutschland, Italien, der Schweiz und Frankreich kämpfen – und das auf der bislang taktisch schwierigsten Route in der Geschichte von Red Bull X-Alps.

Am Sonntag, den 19.Juli 2009, startet das Abenteuer mitten in Salzburgs Altstadt, die unter anderem für Mozarts Geburtshaus und aus dem Film „Sound of Music“ bekannt ist.

Die dreißig Teilnehmer werden jedoch keine Zeit für Sightseeing haben, sondern sich voll darauf konzentrieren, auf den Gaisberg – das erste Etappenziel des Rennens – zu gelangen. Mit einer Höhe von 1265m über dem Meeresspiegel und nur 6km Luftlinie vom Rennstart entfernt, ist der Gaisberg auch bei ansässigen Paragleitern ein beliebter Startplatz und stellt für die Teilnehmer die erste Härteprobe dar.

In der Folge werden die Athleten ihren Weg zu Fuß und per Paragleiter zum nächsten Etappenziel fortsetzen, dem Watzmann, den mit 2713m dritthöchsten Berg Deutschlands.

Weiter geht es für die Rennteilnehmer nach Süden, wo es ein zylindrisches Etappenziel am Großglockner zu erobern gilt. Österreichs höchster Berg war bereits 2007 ein ungemütlicher Schauplatz für die Athleten, die bei miserablem Wetter die 2504m hohe Großglocknerstrasse bezwangen.

Nach den ersten 189km präsentiert sich den Teilnehmern schließlich der 3343m hohe Marmolada in Italien als nächstes Etappenziel, an dem sie südlich vorbei navigieren müssen.

Nach weiteren anstrengenden 328km führt der Weg die Athleten zum fünften Etappenziel, dem Schweizer Matterhorn – und hier wird ein Höchstmaß an Taktik gefragt sein. Fans des Rennens werden sich noch an die letztjährige Ausgabe erinnern, bei der X-Alps Champion Alex Hofer die ungewöhnliche Entscheidung traf, seinen Weg über das Veltin-Tal fortzusetzen, was ihn an die Spitze des Teilnehmerfeldes katapultierte und den Weg für seinen zweiten Sieg ebnete.

Auch am Matterhorn finden die Athleten ein zylindrisches Etappenziel vor, das sie passieren müssen, bevor sie ihren Weg nördlich des Mont Blanc in Frankreich fortsetzen. Danach geht es auf direkter Linie 234km zum Mont Gros an der Mittelmeerküste, von wo aus die Spitzenkandidaten direkt nach Monaco fliegen werden.

„Ich bin begeistert von der neuen Route,“ erklärt Event-Organisator Hannes Arch. „Sie hat ein bisschen etwas von allem und wird den Teilnehmern nicht nur taktisches Geschick, sondern auch außergewöhnliches Flug-Talent und Ausdauervermögen abverlangen.“
„Die neue Route ist etwas kürzer als bisher, aber anstatt am Gletscher auf 2653m zu starten, beginnt für die Athleten das Rennen dieses Mal auf 424m in Salzburg,“ erklärt Arch weiter. „Und das wird einen großen Unterschied machen.“

Meine persönlichen Erfahrungen von den X-Alps

2003 fanden die ersten Red Bull X Alps statt. Der Schweizer Kaspar Henny konnte das Rennen für sich entscheiden. Schon beim ersten mal wurde diese Art des Wettbewerbes unglaublich populär, da man den gesamten Rennverlauf live im Internet mitverfolgen konnte.

2004 nahm ich an einem Wettbewerb namens Para- Bavaria teil, der im gleichen Modus, nur zu Fuß und mit dem Schirm von Oberstaufen bis nach Bad Reichenhall über 230km führte. Diesen Wettbewerb konnte ich gewinnen und war von dieser Art des Bewerbes fasziniert. Mit meinem Supporter Florian bewarb ich mich dann 2005 spaßeshalber für die besagten X Alps und wir waren etwas schockiert als wir dann wirklich ausgewählt wurden und einen der begehrten Startplätze hatten.

Als jüngstes Team im Feld und völlig unbekümmert, fanden wir uns am Schluß auf dem für uns sehr überraschenden fünften Platz wieder und waren mehr als zufrieden.Das Wetter war in diesem Jahr sehr wechselhaft und wir hatten vom Schneesturm in der Schweiz bis zu 40 C in Frankreich alles dabei. Meine längste Tagesetappe zu Fuß waren ca. 85km. Da staunte ich dann selber, zu was man alles fähig ist wenn man will. Ich fand gefallen daran, gerade beim übelsten Wetter vor mich hinzumarschieren und manchmal hatte ich fast das Gefühl als wäre ich in einem tranceartigen Zustand unterwegs. Wenn man in guten Klamotten eingepackt ist fängt das Ganze dann sogar an, trotz der ganzen Quälerei Spaß zu machen. Am härtesten waren dabei immer die ersten Minuten nach dem aufstehen, physisch komplett ausgelaugt und unausgeschlafen fühlte sich der Körper jeden Tag an, als hätte man in der Nacht eine Betonplatte auf sich liegen gehabt. Nach den ersten Tagen fängt man an jeden einzelnen Knochen und Muskel seines Körpers zu fühlen, erstaunlich wo man überall Schmerzen spüren kann! Wenn ich den letzten guten Flugtag in Frankreich nicht komplett vermasselt hätte, dann wäre sogar die Ankunft in Monaco drin gewesen. So waren wir eine gute Tagesetappe vor Monaco als das Rennen gestoppt wurde.

2007 waren wir als fünft Platzierte automatisch wieder qualifiziert. Trotz einer viel umfangreicheren Vorbereitung, war für mich das Rennen leider schon nach fünf Tagen beendet. Wegen starker Schmerzen im Schienbein und Knie, musste ich die Segel streichen. Wir lagen bis dahin an sehr aussichtsreicher Position, aber an eine Fortsetzung war nicht mehr zu denken. Es ist immer eine harte und keine schöne Entscheidung, wenn man nach solch einer intensiven und langen Vorbereitung nicht bis zum Ende durchhalten kann, aber andererseits macht es auch keinen Sinn seinen Körper dauerhaft zu schädigen und die Schmerzen zu ignorieren. Es kommen ja noch ein paar Jahre…!

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